Unsere Geschichte


Einen Ruf erwirbt man sich nicht mit Dingen, die man erst tun wird.
Henry Ford

Wie jede weite Reise mit dem ersten Schritt beginnt, so begann der Weg unseres Corps Silesia 1821 mit seiner Stiftung in Breslau. Dorthin hatten Studenten der 1811 in Frankfurt (Oder) aufgelösten Viadrina die Traditionen der 1786 in Frankfurt als besondere Studentenvereinigungen gegründeten sog. „Kränzchen“ mitgenommen.
Trotz der durch das Metternichsche System bedingten Bedrängnisse der Korporationen wuchs Silesia zu einer Studentenverbindung heran, die in Breslau großes Ansehen genoss. Nach einem besonderen Aufschwung im Deutschen Kaiserreich konnte Silesia im Jahr 1901 sogar ein eigenes Corpshaus am Oderufer in der Nähe der Breslauer Universität beziehen. Auch in der Zeit der Weimarer Republik konnte Silesia ihre erfolgreiche Geschichte in Breslau fortsetzen. Doch es blieb nicht dabei.
Schon bald nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten stand Silesia vor der Existenzfrage. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung waren die Corps den Nazis nämlich ein großer Dorn im Auge. Denn als Verfechter des sog. „Freigeistes“ waren sie eine ernst zu nehmende Gefahr für das braune Regime. Schnell musste deshalb im Gegensatz zum überlieferten Demokratieprinzip der Corps bei allen Korporationen das Führerprinzip eingeführt werden, und die Entwicklung lief auf die völlige Gleichschaltung hinaus. Um einem Zwangsverbot zuvorzukommen, suspendierte Silesia freiwillig im Jahr 1936.

Doch die Corpsbrüder hielten Kontakt und trafen sich auch nach Ende des 2. Weltkrieges in Westdeutschland wieder. Schließlich gelang es ihnen, Ende 1950 das aktive Corps in Köln und Aachen zu rekonstituieren.
Nach 45 Jahren allerdings mußte Silesia – diesmal wegen zu geringen Nachwuchses – wieder suspendieren. Aber nach der Wiedervereinigung Deutschlands konnte Silesia zu ihren Wurzeln in Frankfurt (Oder) zurückkehren und sich mit dem dort neu gestifteten Corps Borussia-Polonia zusammentun. Im Jahr 2000 wurde der Aktivenbetrieb in einem großzügigen Corpshaus in der Gubener Straße wieder aufgenommen.

Wer mehr über unsere Geschichte erfahren möchte, findet eine detaillierte Chronik auf Wikipedia.